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D A S   P R O G R A M M   2 0 1 5

Gießen 14.5.- 25.5.2015

Koblenz 16.5.2015



D I E   V E R A N S T A L T U N G S O R T E

Großes Haus - Stadttheater Gießen, Berliner Platz, Innenstadt

taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

Galerie Kornboden 35

Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus Gießen

KiZ Kultur im Zentrum




Vernissage Manuel Wahlen

Donnerstag,  14.05.2015 18:00 Uhr, Galerie Kornboden 35

WAS VON DER BEWEGUNG BLEIBT
vom Tänzer zum Maler der Tanz malt
mit einer Tanzperformance von Mamiko Sakurai (Tanzcompagnie Gießen)
und einer Laudatio von Tarek Assam (Tanzcompagnie Gießen)



In der Ausstellung Was von der Bewegung bleibt hat sich der ehemalige Tänzer Manuel Wahlen malerisch mit seinem ehemaligen Beruf auseinander gesetzt. Mit Motiven, die vor und hinter die Kulissen der Tanzcompagnie Gießen blicken lassen, erstellt er ein persönliches Porträt seiner Erfahrungen. Gezeigt werden Bilder in Öl- und Acrylfarbe.

Ausstellung vom 14.05.-24.05.2015

Öffnungszeiten:
Mo - Fr 17.00-20.00 Uhr
Sa + So 14.00-18.00 Uhr

Kornboden DreiFünf
Krofdorfer Str. 25
35398 Gießen




TanzArt Gala

Samstag,  16.05.2015 19:30 Uhr, Großes Haus, Theater Koblenz

Tanztheater Bielefeld, Tanzkompnie bo komplex (Bonn), Palucca Hochschule für Tanz Dresden, Ballett im Revier Gelsenkirchen, Tanzcompagnie Gießen/Stadttheater Gießen, TanzTheaterMünster, Ballett des Theater Nordhausen, BallettPforzheim, Ballett Mainfranken Theater Würzburg, Ballett Koblenz



- Tanztheater Bielefeld

- Tanzkompnie bo komplex (Bonn)

- Palucca Hochschule für Tanz Dresden

- Ballett im Revier Gelsenkirchen

- Tanzcompagnie Gießen/Stadttheater Gießen

- TanzTheaterMünster

- Ballett des Theater Nordhausen

- BallettPforzheim

- Ballett Mainfranken Theater Würzburg

- Ballett Koblenz

 
 
 
 
 
 
 



AUFTAKT The idea(l) of order (UA)

Sonntag,  17.05.2015 19:00 Uhr, Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus Gießen

Sitespecific Project von Félix Duméril (Bern) mit der Tanzcompagnie Gießen
Eröffnung durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen Dietlind Grabe-Bolz



In seinem Sitespecific Project mit der Tanzcompagnie Gießen geht der Schweizer Choreograph Félix Duméril den Fragen nach, worin die Ordnung einer Gesellschaft besteht, was in einer Demokratie nötig ist, um ein gerechtes System im Gleichgewicht zu halten und was Macht innerhalb eines solchen demokratischen Systems bedeutet.

Bühne und Kostüm: Ann Sophie Paar

Tanz: Agnieszka Sara Jachym , Kristina Norri, Jennifer Ruof, Mamiko Sakurai, Ilaria Lacriola, Michael Bronczkowski, Yago Catalinas Heredia, Endre Schumicky, Richard Oberscheven

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Gießen.
Mit besonderem Dank an Prof. Dr. Axel Schumann und die Technische Hochschule Mittelhessen.


Weitere Vorstellungen am 24. und 25.05. um jeweils 11:00 Uhr.




ERÖFFNUNGSPREMIERE Der Tag, an dem der Goldfisch starb (UA)

Donnerstag,  21.05.2015 20:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

Tanzstück von Paolo Fossa (I / Düsseldorf) mit der Tanzcompagnie Gießen



Choreogrographie: Paolo Fossa
Bühne und Kostüm: Bernhard Niechotz, Thurid Goertz
Dramaturgie: Johanna Milz
Tanz: Caitlin-Rae Crook, Yuki Kobayashi, Magdalena Stoyanova, William Banks, Sven Krautwurst, Alberto Terribile
Musik: Eric Truffaz (In Between)

Der italienische Choreograph Paolo Fossa nimmt sich den Film Noir der 40er Jahre zum Anlass, um gemeinsam mit der Tanzcompagnie Gießen der Frage nachzugehen, was einen Verbrecher tatsächlich ausmacht und wie ein Mensch überhaupt zum Mörder werden kann. Unterschiedliche Typen treffen aufeinander, die, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, alle Schuld auf sich geladen haben und nun auf engem Raum miteinander umgehen müssen. Krimielemente wie falsche Fährten, vage Vermutungen und Bezichtigungen sind ebenso Thema wie Doppeldeutigkeiten, Cliffhanger und dadurch entstehende Spannung.






taT 1

Donnerstag,  21.05.2015 22:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

Kielce Dance Theatre: The table with no happiness/Jacob's dream
bo komplex (Bonn): Romeo & Julia
Romain Thibaud Rose (Gießen/Frankfurt): Yours sincerely...



KIELCE DANCE THEATRE (P / Kielce)
THE TABLE WITH NO HAPPINESS

Choreografie: Elżbieta Szlufik-Pańtak
Musik: Abel Korzeniowski
Tanz: Małgorzata Kowalska, Ewelina Kubot-Łacka, Grzegorz Pańtak

Das Stück erzählt von Einsamkeit und dem Kampf um die Aufmerksamkeit anderer. Dabei geht es um die Gefühle von Eltern und ihrem Kind, das die Beziehung zwischen Vater und Mutter scharf beobachtet, es geht um das Bedürfnis nach elterlicher und partnerschaftlicher Liebe und die Schwierigkeiten, die
damit verbunden sind.


TANZKOMPANIE BO KOMPLEX (D / Bonn)
ROMEO & JULIA (Auszüge)

Konzept: Tanzkompanie bo komplex
Choreografie: Bärbel Stenzenberger
Dramaturgie und Künstlerische Mitarbeit: Olaf Reinecke
Kostüme: Amélie Sator
Tanz: Simona Piroddi, Adrián Castelló, Bärbel Stenzenberger, Olaf Reinecke
3-D-Animation: Lieve Vanderschaeve
Komposition / Musikdesign: Philip Roscher Kostüme: Amélie Sator

Die Tanzkompanie bo komplex kreiert in einer Neufassung mit zwei internationalen Tänzerpaaren eine eigene Interpretation einer der berühmtesten Liebesgeschichten und Handlungsballette der Welt. In der direkten, unmittelbaren Sprache der Bewegung vermitteln sie dem Zuschauer die Wahrhaftigkeit, Offenheit und das Vertrauen einer Partnerschaft - in jugendlichem Ungestüm ebenso wie in der Reife des Alters.

„Im Leben schenkt die Liebe Vertrauen, Sicherheit, Freundschaft, Zuneigung; auf der Bühne aber ist es Liebe pur, das schiere Risiko, die völlige Freiheit, Und die absolute Überwältigung.“

(Lucia Lacarra, Erste Solistin am Bayerischen Staatsballett)




KIELCE DANCE THEATRE (P / Kielce)
JACOB'S DREAM
Choreographie: Grzegorz Pańtak
Musik: Krzysztof Penderecki
Tanz: Grzegorz Pańtak, Gracja Górniak, Alicja Horwath-Maksymow, Ewelina Kubot-Łacka, Anna Kuc, Ewa Kocka, Małgorzata Kowalska, Joanna Polowczyk, Sara Sobieraj

„Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sprach: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht. Und er fürchtete sich und sprach: Wie furchtbar ist diese Stätte! Sie ist nichts Geringeres als das Haus Gottes, und dies ist das Tor des Himmels.“

(Genesis: Das erste Buch Mose)




ROMAIN THIBAUD-ROSE (F / D / Gießen / Frankfurt)
YOURS SINCERELY...

Choreographie: Romain Thibaud-Rose
Performance: Teresa Hoffmann und Romain Thibaud-Rose
Musik: Johannes van Bebber, Licht: Zina Matheke

In ihrem Duo „Yours Sincerely, ...“ unterziehen sich Teresa Hoffmann und Romain Thibaud-Rose einer Reise des fortdauernden Fallens. Vom ersten Verlust der Balance bis zu dem Moment, an dem sie den Boden erreichen, durchlaufen und erforschen sie auf diesem Weg vielfältige Zwischenmomente. Einmal unten angelangt, setzen sie verschiedene Strategien ein, um sich wieder aufzurichten und das immer gegenwärtige Gegenüber, die Schwerkraft, herauszufordern.





 
 
 
 
 
 
 



Vernissage Rolf K. Wegst und Frank Sygusch

Freitag,  22.05.2015 17:00 Uhr, KiZ Kultur im Zentrum

AUGENBLICKLICH - Tanzfotografie von Frank Sygusch
TanzArtiK-6 - Fotoausstellung von Rolf K. Wegst

mit einer Performance von Agnieszka Jachym (Tanzcompagnie Gießen)
und einer Einführung von Hans-Michael Kirstein



Die Tanzfotografie von Frank Sygusch versucht den Blick des Auges als eine synkopierte Zäsur anzuzeigen: der Körper-im-Tanz, der sich in der Permanenz der Bewegung befindet, wird „augenblicklich“ in eine bildliche Präsenz des choreografierten Tanz-Körpers verwandelt. Syguschs Bilder vom Tanz eröffnen in der Wahrnehmung ungewohnte Sichtweisen auf eine gewesene Realität. Seine Tanzfotografien erscheinen dem Betrachter gleichzeitig als zeugnishafte Berührungspunkte und als inszenierte Ansichten von der tatsächlichen Anwesenheit von Körpern, die - vom Tanz zum Bild transformiert - mediale Präsenz, visuellen Raum und historiographische Gestalt annehmen .


Eine Fotoausstellung vom 23. Mai bis 14. Juni 2015 im KiZ (Kultur im Zentrum); Südanlage 3a in 35390 Giessen. Öffnungszeiten: Di bis So 10 bis 18.00 Uhr / Mo geschlossen / Der Eintritt ist frei.





Spieluhr

Freitag,  22.05.2015 19:30 Uhr, Goßes Haus, Stadttheater Gießen

Tanzcompagnie Gießen, Choreografie Pascal Touzeau, Tarek Assam und James Wilton



„Dass der Abend vom Premierenpublikum derart begeistert gefeiert wurde, hatte natürlich auch maßgeblich mit den Akteuren der Tanzcompagnie [...] zu tun, die sich erneut deutlich auf Champions-League-Niveau bewegten. Kurzum, ein intelligentes Feuerwerk der Tanzkunst, dass sich Theaterfreunde nicht entgehen lassen sollten."

Gießener Anzeiger, Stephan Scholz



„Tänzer und Tänzerinnen meisterten ihre Aufgabe mit Bravour, was auch der begeisterte, nicht enden wollende Schlussapplaus zeigte."

Gießener Allgemeine, Dagmar Klein

 
 
 
 
 
 
 



taT 2

Freitag,  22.05.2015 22:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

Bohemia Balet Prag: Hommage à la vie/Vnuknutí
Robert Przybyl: Dido Lament variations



BOHEMIA BALLET PRAG (CZ / Prag)
HOMMAGE À LA VIE

Choreographie: Bérangère Andreo,
Tanz: Jaroslav Slavický, Lenka Mařiková, Gaetan Pires, Zuzana Fikrová, Aleš Hanzlík, Kristýna Kodedová, František Vlček
Musik: Richard Mac Donald, Yan Tiersen, Ludovico Einaudi, Karl Jenkins

Das Leben ist wie ein Edelstein, und wir haben das Glück, ihn nach unseren Vorstellungen zu formen und schleifen.


ROBERT PRZYBYL (P/D)
DIDO LAMENT VARIATIONS

Choreographie, Tanz, Video: Robert Przybyl
Musik: Henry Purcell „Dido und Aeneas”

Small game between Me & Me & Me........
Many unconnected images? or ...?
........
She says: “When I am laid ... in earth.... ...... remember me!!!!!!!!! “
I say: “...............remember ME, ME, ME......!!!!!!!”


BOHEMIA BALET PRAG (CZ / Prag)
VNUKNUTÍ (SEED)

Choreographie: Ondřej Vinklát, Śtěpan Pechar
Tanz: Lenka Mařiková, Zuzana Fikrová, Sára Halušková, Tereza Szentpéteryová, Kateřina Kodešová, Aayano Nagamori, Vojtěch Rak, Roman Kocherha, Aleš Hanzlík
Musik: Max Richter, Hauschka, Sound-design: Jan Šikl

„Es tut mir leid, aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. […] Wir sollten am Glück des Anderen teilhaben und nicht einander verabscheuen.
Haß und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden. […] Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu bedringen.“

Aus dem Film: Der große Diktator (Originaltitel: The Great Dictator)



 
 
 
 
 
 
 



TanzArt Gala

Samstag,  23.05.2015 19:30 Uhr, Großes Haus, Stadttheater Gießen

zu Gunsten der Stiftung Tanz - Transition Zentrum Deutschland

Moderation: Tarek Assam

Tanzcompagnie Gießen, Ballett Chemnitz, Ballett Koblenz, Bohemia Balet Prag, Tanztheater des Staatstheater Kassel, Ballett Ulm, BallettVorpommern, Delattre Dance Company (Mainz), Sidra Bell (New York), Ballett Pfalztheater Kaiserslautern, Aalto Ballett Theater Essen, Polish Dance Theatre - Poznan Ballet, Staatsballett Stuttgart



BALLETT ULM
DER WEG FÜHRT

Choreografie: Roberto Scafati
Tanz: Ceren Yavan-Wagner und Pablo Sansalvator
Musik: Zack Hemsey: „The Way“

Wichtig ist, dass man sich auf ein Ziel hin bewegt, das sich vorläufig noch nicht zeigt.
Dieses Ziel gilt nicht dem Verstand sondern dem Vertrauen.


BALLETT PFALZTHEATER KAISERSLAUTERN
PRÈLUDE (aus dem Tanzabend „Chopin“)

Choreographie: Stefano Giannetti
Tanz: Letizia Cirri, Riccardo Marchiori
Musik: Frederic Chopin: Prélude cis-moll op. 45

Chopins ausgesprochen melodische, brillante, stimmungsreiche Musik zeichnet sich durch Klarheit und Noblesse aus und gehört bis heute zum virtuosesten, was je ein Komponist geschrieben hat. Stefano Giannetti widmet seinen Tanzabend diesem großen europäischen Komponisten und seiner Musik, indem sich der Musikalische Klang und seine Visualisierung ergänzen.


BALLETT CHEMNITZ
SOMMER (aus: Geschichten aus dem Hut)

Choreographie: Reiner Feistel
Tanz: Helena Gläser
Musik: Vivaldi The Four Seasons recomposed by Max Richter

QUARTETT (aus: Geschichten aus dem Hut)

Choreographie: Reiner Feistel
Tanz: Isabel Dohmhardt, Helena Gläser, Alanna Saskia Pfeiffer, Tarah Mailaka Pfeiffer
Musik: Max Richter „On The Nature Of Daylight“

Mit den „Geschichten aus dem Hut“ widmet Reiner Feistel seinen neuen Abend den Liebhabern von Rock und Pop. Er erzählt Geschichten aus dem Leben und setzt seine choreographischen Ideen bemerkenswert zu Musik von Udo Lindenberg um. Udo der kühne Denker, der Rockpoet. Kaum einer beschreibt derzeit besser Gefühle als er, hier treiben sich Text und Musik gegenseitig an. Alles ist eins, skurril und wahrhaftig. So auch mit Max Richters Komposition. Wahnsinnsenergie wird frei, wenn diese fesselnden Texte tänzerisch interpretiert werden.


TANZTHEATER DES STAATSTHEATER KASSEL
SCIENCE!FICTION!NOW!

Choreographie: Johannes Wieland
Tanz: Natalie Farkas*, Laja Field, Gotaute Kalmataviciute, Ann-Christin Zimmermann, Rémi Benard, Ákos Dózsa, Martin Durov, Victor Rottier, Shafiki Ssggayi Blankenstein*
*Aspirant

science! fiction! now! Die Zukunft ist paradox! Ist sie das wirklich? Zukunft ist ein realer und unauflöslicher Widerspruch in sich. Ist die Zukunft mehr als das zeitliche Phänomen, das auf die Gegenwart folgt, aber bereits im nächsten Augenblick Vergangenheit ist, also eigentlich nie wirklich existiert? Zukunft ist der imaginierte Widerspruch zwischen Behauptung und Erwartung. Wie gehen Choreografen mit den Phänomenen Zeit und Zukunft um? Wie sehen sie dabei die Veränderung der Welt um sich herum, aber auch die eigene Entwicklung, die scheinbar nicht in einem direkten Zusammenhang zueinander stehen? Wie formen dieser lebensweltliche Kontext und das choreografische Wissen das Bewegungsmaterial? Gelingt es ihnen, sich mit Hilfe von Stilmitteln des zeitgenössischen Tanzes auf der Bühne eine neue Welt – ein utopisches Paradoxon – vorzustellen?

„Die Gestalt der Gegenwart ist von der Postmoderne nachhaltig verändert worden. Jede Epoche hat ihr eigenes Konzept von Zeit. Je nachdem, wie Vergangenheit und Zukunft gedacht werden, erhält die Gegenwart eine andere Qualität. wird die Zukunft als ein Ort verstanden, der erobert werden muss, damit es dort anders und womöglich besser zugeht, als in der Gegenwart, wird diese zwangsläufig zu einer Vorbereitung für diese Zukunft. Die Gegenwart muss etwas leisten, damit die Zukunft so wird, wie sie in der Gegenwart gedacht wird. Die gegenwärtige Zukunft bestimmt dann, die zukünftige Gegenwart. Wer die Gegenwart für eine bessere Welt opfert, erreicht diese womöglich genau darum nie.“

(Bernd Stegemann, Kritik des Theaters)




SIDRA BELL (USA / New York)
GRIEF POINT

Choreographie: Sidra Bell
Tanz: Moo Kim
Musik: Loscil “The Making of Grief Point”

Grief Point ist ein Solo, das sowohl die Psychologie eines Künstlers erforscht als auch die Angstgefühle, die bei einem kreativen Prozess entstehen. Der Tänzer wechselt zwischen unterschiedlichen Stimmungen und Betrachtungen hin und her, wobei jeder einzelne Moment von einem Blackout eingeleitet wird. Diese Verfinsterungen steigern das Gefühl, dass der Tänzer die tiefsten Aspekte seiner Seele auslotet. Er hinterfragt und bezweifelt seine Fähigkeiten zu kreieren und daher auch zu kommunizieren, was ihn schließlich ausgelaugt, leer und isoliert zurückbleiben lässt.
Premiere beim International Solo Tanz Theatre Festival, Stuttgart, 2010. 1. Preis für Choreographie (Sidra Bell). 1. Preis Tanz (Moo Kim)


DELATTRE DANCE COMPANY (F / D / Mainz)
DER KAMPF DER GESCHLECHTER

Choreografie: Stéphen Delattre
Tanz: Konstantina Chatzistavrou, Alexandre Démont, Tal Eitan, Miguel Esteves, Miyu Fukagawa, Piotr Klimczak, Maeva Lassere, Prele Mainfroy, Maki Nakao, David Leonidas Thiel
Musik: Davidson Jaconello

Wenn Sex der Zement einer Partnerschaft ist, so ist er auch ein Grundstoff von dysfunktionalen Beziehungen.
Der Mangel an Verständnis führt zu einem Mangel an Kommunikation. Und diese Ungleichheit weckt neue Impulse.
Unter dem Druck, den Frauen fühlen, wenn Männer ihrem Bedürfnis nach Kontrolle nachgehen,
stoßen sich beide Geschlechter ab, ziehen sich an und vermischen sich erneut in verschiedenen Konstellationen.
Während Frauen sich einander mit Worten bestätigen und bestärken, vergleichen sich Männer untereinander im Wettbewerb.
Die Gleichheit der Geschlechter und die Selbstbestimmung der Frau dienen als Maßstab von Integration. In unserer heutigen Welt werden Statistiken erstellt, Zeugnisse und Zahlen gesammelt, die zeigen: Unsere Gesellschaften sind zwischen den beiden Geschlechtern geteilt „Frau versus Mann“.
Aber wenn alle ihre Kräfte bündeln, dann scheint es klar, dass Männer und Frauen einander entsprechen und ähnlich sind. Sie teilen das gleiche Universum: Sie sind alle einfach menschliche Wesen.


BALLETT KOBLENZ
3. SATZ aus „SUITE FÜR 2 KLAVIERE Nr. 2“

Choreografie: Steffen Fuchs
Kostüm: Sasha Thomsen, Tanz: Kaho Kishinami, Alexey Likashevich, Nathaniel Yelton
Musik: Sergej Rachmaninov

Die Choreografie zu Sergei Rachmaninows zweiter Suite für zwei Klaviere ist die Auseinandersetzung Steffen Fuchs' mit einer der charakteristischsten Arbeiten von Uwe Scholz, welche den gleichen Titel trägt. Im dritten Satz steht die Frau in ihrer scheinbar widersprüchlichen Wahrnehmung als Objekt und Subjekt im klassischen Ballett im Mittelpunkt. Zwar wird sie von den Männern dem Publikum präsentiert, dennoch entscheidet sie allein, was sie preisgeben möchte.


TANZCOMPAGNIE GIESSEN
MAKE ALINE (aus: Im Satz des Pythagogras)
Choreografie: Tarek Assam

COG (aus dem Tanzabend Spieluhr)
Choreografie: James Wilton


BOHEMIA BALET PRAG (CZ)
OSLABENÉ ZESÍLENÍ (FADE IN THIS)

Choreographie: Simon Kuba
Kostüm: Oldřich Anton Vojta
Tanz: Tereza Szentpéteryová, Jaroslava Jančková, Aleš Hanzlík
Musik: Gabriel Saloman, Phillip Glass


BALLETT VORPOMMERN
ANNA KARENINA

Choreografie: Ralf Dörnen
Kostüme: Klaus Hellenstein
Tanz: Margaret Howard - Nathan Cornwell
Musik: Mieczyslaw Weinberg, Cellokonzert opus 43, 1. Satz

Pas de deux aus dem ersten Akt: Anna Karenina am Bahnhof


AALTO BALLETT ESSEN
LES BOURGOIS

Choreografie: Ben Van Cauwenbergh
Tanz: Denis Untila

FEELING GOOD
Choreographie und Tanz: Denis Untila


POLISH DANCE THEATRE - POZNAN BALLET
REPENTANCE

Choreographie: Paul Julius
Tanz: Shino Sakurado


BALLETT STUTTGART
ÄFFI
Choreographie: Marco Goecke
Tanz: Robert Robinson
Musik: Johnny Cash

SOLO
Choreographie: Katarzyna Kozielska
Tanz: Rachele Buriassi
Musik: Vivaldi: Die Vier Jahreszeiten

 
 
 
 
 
 
 



taT 3

Sonntag,  24.05.2015 20:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

t42 Dance Projects (Bern): TANGO DES PAS PERDUS
James Wilton Dance (UK): Return



T42 Dance Project (F / J / CH / Bern)
TANGO DES PAS PERDUS

Choreographie: Félix Duméril & Misato Inoue
Bühne : Jann Messerli
Kostüm : Mariel Kaplan
Video : Ernesto Ignacio Gutierrez Mendoza
Dramaturgie : Gisela Nyfeler, Clovis Inocencio
Tanz: Félix Duméril, Misato Inoue, Koto Aoki
Musik: Astor Piazzolla , Gotan Project, traditioneller Tango und Filmmusik

Das zeitgenössische Tanztheater von T42dance aus Bern lässt sich auf die Intimität und die Krisen ein, die der Argentinische Tango in sich trägt. Die Kompanie setzt dies in phantastische und skurrile Bilder um, der unverkennbare Stil der beiden Kosmopoliten Félix Duméril und Misato Inoue. Als Choreografen nähern sie sich diesem emotionalen Tanz über ihren ganz persönlichen Background und die Musik führt in berührende Augenblicke von Beziehungsklischees von Mann und Frau.


JAMES WILTON DANCE (UK)
RETURN

Choreographie: James Wilton
Tanz: Sarah Jane Taylor
Musik: Tool „Schism/Mantra“

Return ist ein Auszug aus Wiltons preisgekröntem Werk „Last Man Standing“. Die Arbeit setzt sich auseinander mit den Fragen nach Leben, Tod, der Fragilität der Existenz, basierend auf den Ideen aus dem Buch „The Last Hero“ von Terry Pratchett und der Geschichte von Orpheus und Euridike aus der griechischen Mythologie. Das Solo selbst zeigt einen Körper, der zurück ins Leben kommt. Zelle für Zelle, Faser für Faser, Muskel für Muskel. Ein Gehen vom dunkelsten Ort, um am anderen Ende das Licht zu finden.

 
 
 
 
 
 
 



taT 4

Sonntag,  24.05.2015 22:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

GRUPPO e-MOTION (L´Aquila: GARBAGE GIRLS
subsTANZ massimo gerardi (Desden): Sinergy
Raffaele Irace (Turin): LUNAR



subsTANZ MASSIMO GERARDI (I/D / Köln, Dresden)
SINERGY

Choreographie: Massimo Gerardi
Tanz: Johannes Goldbach und Swane Küpper
Musik: La Fura Fels Baus


GRUPPO e-MOTION (I / L’Aquila)
GARBAGE GIRLS

Choreographie und Regie: Francecesca La Cava,
Assistenz: Corinna Anastasio
Bühne und Licht: Stefano Pirandello
Video: Giovanni Sfarra
Performance: Corinna Anastasio, Francesca La Cava und Angela Valeria Russo;

„Garbage Girls“ ist eine poetische Reise in den Trash, zwischen dem Immanenten und dem Transzendeten, zu denen, die in Trostlosigkeit leben müssen und die Grausamkeit des Lebens mit seinen vielen Mysterien bezeugen können. Es ist die poetische Geschichte von Frauen, die sich weiter bewegen, als wäre die Straße das „Theater des Lebens“, das aus Szenen und Tönen besteht, die das Wahre durch das Falsche, das Wirkliche durch den Traum und die Rohheit durch Poesie reproduzieren.


RAFFAELE IRACE / THE VERY SECRET DANCE SOCIETY (I / Turin)
LUNAR

Choreographie und Kostüm: Raffaele Irace
Licht-Design: Sergio Rissone, Massimo Vesco
Tanz: Emanuela Boldetti, Vittoria Carpegna, Gianluca Multari, Francesca Porta
Musik: Alva Noto, Vangelis, YoYo Ma, Tan Dun

Der italienische Choreograf Raffaele Irace erzählt in seinem neuen Stück eine Geschichte aus der Zukunft. In dieser Forschungsreise zu den Enden des Kosmos und des eigenen „Selbst“ lernen die drei Protagonisten neue Lebensformen und Lebewesen kennen, die sich schließlich als Wunschvorstellungen ihrer selbst entpuppen.

 
 
 
 
 
 
 



taT 5

Montag,  25.05.2015 20:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

Karel Vanek (Bonn): Machine of Desire
Eine Tanz-Konzert-Therapie von und mit Karel Vaněk & Guido Preuß



KAREL VANEK (Bonn)
MACHINE OF DESIRE
Eine Tanz-Konzert-Therapie von und mit Karel Vaněk & Guido Preuß

Tanz, Musik und Konzept: Guido Preuß & Karel Vaněk
Kostüm: Melanie Riester
Licht-Design: Markus Becker
Musik: Frederic Chopin, György Ligeti, Guido Preuß, Karl Szymanovsky, Karel Vaněk

Die beiden Künstler Karel Vaněk & Guido Preuß hatten das Bedürfnis, auch ihre eigene Produktion, sowie die Kulturbetriebsmaschinerie in näheren Augenschein zu nehmen und sich in ihrem neuen Stück in einer spielerischen Form mit den Eigenarten der Kulturmaschine und ihrer besonderen Sehnsuchtsproduktion auseinanderzusetzen.

„Als Picasso einmal gefragt wurde, was seine Bilder bedeuten, entgegnete er: Wussten Sie jemals was die Vögel genau singen? Nein, wussten Sie nicht, aber Sie lauschen Ihnen trotzdem.“

(Marina Abramovic, während sie James Franco vor laufender Kamera mit Blattgold beklebt, Sundance Channel 2009)



 
 
 
 
 
 
 



taT 6

Montag,  25.05.2015 22:00 Uhr, taT-studiobühne, Stadttheater Gießen

David Williams (Kassel): Jerusalem
SOZO visions in motion (Kassel): I AM NOT HERE
Compagnie Irene K. (Eupen): In Between
Breathing Art Company (Bari): Princesse



DAVID WILLIAMS (AUS / Ingolstadt)
JERUSALEM
Choreographie: David Williams
Tanz: Arthur Haas, Hanna Lee (Studenten der SOZO Visions in Motion dance school als staatliche Berufsfachschule für zeitgenössischen Bühnentanz)
Musik: Olivier Truan

Diese Arbeit wurde ursprünglich für eine Musik- und Tanzperformance für die Klezmer Band Kolmsincha und das WDR Funkhaus Orchester in der Philharmonie Köln entwickelt. Das Duett „Jerusalem“ bezieht sich auf ein Zitat von Brecht, das hier aus dem kleinen Kosmos zweier Menschen auf die gesamte Gesellschaft ausgedehnt wird: „Die kleinste gesellschaftliche Einheit ist nicht der Mensch, sondern zwei Menschen“.


SOZO VISIONS IN MOTION (Kassel)
I AM NOT HERE

Choreographie: Deborah Smith-Wicke
Kostüm: Susanna Horn und Deborah Smith-Wicke
Tanz: SOZO vim /Susanna Horn, Deborah Smith-Wicke
Komponist /Musik; Albrecht Ziepert (live Elekronics) und Tabea Schrenk. (Cello)

Ausgangspunkt für die Arbeit von SOZO visions in motion ist die Stille. Was passiert, wenn sich Tänzer, die ständig in Bewegung sind, sich in Richtung Stille bewegen und einen Raum öffnen, der nach innen geht? Das Unmanifeste ist vom Manifesten nicht getrennt. Kann ich inmitten von Lärm die Gegenwart des Unmanifesten spüren? Erst die Stille ermöglicht dem Ton das Sein. Das Unmanifeste durchdringt diese Welt. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf sie richten, öffnet sich ein Portal.


COMPAGNIE IRENE K. (BE / Eupen)
IN BETWEEN

Choreographie: Irene Kalbusch
Tanz: Masami Sakurai, Anaďs Van Eycken, Jessica Van Cauteren, Svende Obrocki
Musik: tbc

Pulsationen entsteigen der Erde, treiben die Körper.
Strenge und Arbeit.
Rücken krümmen sich über Ackerböden.
Landschaftsspiele, Horizonte, Ebenen.
Zwischen Himmel und Erde,
zwischen Anziehungskraft und Repulsion: In Between


BREATHIN ART COMPANY (I / Bari)
PRINCESS

Choreographie: Simona De Tullio
Kostüm: Rosa Lorusso
Tanz: Ilaria Lacriola und Josephine De Sario
Musik: Max Richter, Boozoo Bajou

Inspiriert von Marcia Grad Powers Buch „The Princess Who Believed in Fairy Tales“, in dem eine Prinzessin im Zwiespalt von äußeren Erwartungen und inneren Wünschen steht, geht es in De Tullios Stück um die Dualität des Seins. Es erzählt von der Reise einer Person durch ihre eigene innere Welt, begleitet von ihrer eigenen inneren Stimme. Ihr irrationales kindliches Selbst erinnert sie an die wirklichen Werte, die im Zuge des Erwachsenwerdens verloren gehen.

 
 
 
 
 
 
 



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