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D A S   P R O G R A M M   2 0 1 2

Gießen 19.5.- 28.5.2012


D I E   V E R A N S T A L T U N G S O R T E

Großes Haus - Stadttheater Gießen, Berliner Platz, Innenstadt

TiL - Theater im Löbershof, Löbers Hof 8, Innenstadt

FAWA Waschanlage

Netanya-Saal im Alten Schloss Gießen




Dirty Cleaning (UA) - Auftaktveranstaltung

Samstag,  19.05.2012 20:00 Uhr, FAWA Waschanlage,

Sonntag,  20.05.2012 20:00 Uhr, FAWA Waschanlage

Tanzstück von Henrik Kaalund (DK) mit der Tanzcompagnie Gießen




Dirty Cleaning (UA) / Choreographie und Konzept: Henrik Kaalund / Tanz: Tanzcompagnie Gießen

Der dänische Choreograph Henrik Kaalund wird sich thematisch dem Ort der Performance stellen. So wie sich die Walzen der Autowaschanlagen um die zu reinigenden Autos drehen, drehen sich die Gedanken und Ideen um Reinigung, Reinheit, Sauberkeit und ihr Gegenteil, den Schmutz; und drehen sich und drehen sich und drehen sich: denn wo Schmutz ist, wird er weggeputzt, bis wieder Platz für neuen ist, der wieder weggeputzt werden muß. Es geht um Sauberkeit und Dreck, um schmutzige Hände (Sartre, Lady Macbeth, Pontius Pilatus), um Stinkefinger, sichtbare und hörbare Verunreinigung, um “saubere”, sprich mehr oder weniger synchrone Choreographien, um Vereinheitlichung im Reinen und Individualität im Unreinen.

 
 
 
 
 
 
 


Hausrat (UA) - Festivaleröffnung

Donnerstag,  24.05.2012 20:00 Uhr, Theater im Löbershof

Tanzcompagnie Gießen / Tanzstück von Tarek Assam




Choreographie: Tarek Assam / Bühne und Kostüm: Michele Lorenzini / Dramaturgie: Johanna Milz / Tanz: Hsiao-Ting Liao, Mamiko Sakurai, Magdalena Stoyanova, Keith Chin, Sven Krautwurst, Jeroen van Acker

Es gibt Menschen, die einen erbitterten Streit mit ihrer Kaffeemaschine austragen, und dann gibt es die, die in ihre Espressomaschine verliebt sind und nur noch von ihr schwärmen. Es gibt die, die dauernd ihren Spargelschäler verlegen, es gibt die, die Knoblauchpressen bieder und spießig finden, es gibt die, die mit Geschirr werfen, es gibt die, die Gardinen mögen, es gibt die, die keine Gardinen mögen, es gibt die, die eine Hausratsversicherung abschließen und dann gibt es die, die Unrat mit Hausrat verwechseln. In HAUSRAT befinden wir uns in einer „Geschlossenen Gesellschaft“, in der nichts ist, wie und was es scheint. Es ist unklar, ob wir den verwickelten Verhältnissen einer WG zusehen, oder ob wir Zeugen einer nobel aufgesetzten Abendessenseinladung zu wohltätigen Zwecken werden. Bunte Vögel treffen aufeinander, die in der Konfrontation mit dem geschlossenen Raum und dessen Hausrat allesamt scheitern und als Dreckspatzen enden. Nichts funktioniert, wie es sollte. Alles kommt anders, als erwartet.

 
 
 
 
 
 
 


TiL 1

Donnerstag,  24.05.2012 22:00 Uhr, Theater im Löbershof

Massimo Gerardi (I), SchrittArt Company (D), Robert Przybyl (Pl/D), SETanztheater (D)




HOT DOG (Preview) / Massimo Gerardi / Choreographie und Idee: Massimo Gerardi / Ausstattung, Künstlerische Mitarbeit: Michele Lorenzini / Musik, live Einspielung: Michio Woirgardt / Performer: Riccardo Sbrighi, Luciano Lanza, Morgane de Toeuf, Lisa Gropp

Ein Projekt mit Andy Warhol über die Kunst im Alltag und das alltägliche in der Kunst, über Popularität, Teilhabe und Reproduktion. Ein offenes Raumkonzept ermöglicht die Auflösung der Trennung von Bühne und Zuschauern, die aufs Neue mit dem Geist und der immer wiederkehrenden Frage der Pop Art konfrontiert werden: Was ist Kunst und was nicht? – Oder in diesem Fall: Was ist Tanz und was alltägliche Bewegung?
Die Performance beschäftigt sich mit Themen, die spätestens seit Warhol zur Pop-Kultur gehören: Der Fixierung auf die Gegenwart, auf das was jetzt passiert, auf die Wirklichkeit, ohne gleichzeitig an Authentizität glauben zu müssen, die die Medien so häufig vorspiegeln; Die Auflösung der Grenzen zwischen Privat und Öffentlich, zwischen Individualität und Uniformität, zwischen Kunst und Konsum.
Und sie stellt die Frage: Ist der Weg zum "glücklichen Konsumautomaten" (A.Warhol) bereits vollzogen?




ELEPHANTS ON SPEED / SETanztheater und The Elephant Circus Orchestra / Stück/Regie: Sebastian Eilers / Musik: Uli Tsitsos und Band / Kostüme: Andre Schreiber / Lichtdesign: Sasa Batnotzic, Filme: Marius Müller / Tanz: Risa Kojima, Rebekka Böhme, Guillem Clemente Burnat, Julien Feuillet

Das SETanztheater unter der Leitung von Choreograf und Regisseur Sebastian Eilers, überraschte das Nürnberger Publikum in den vergangenen Spielzeiten immer wieder durch originelles und unterhaltsames, zeitgenössisches Tanztheater. Nun macht die neue Koproduktion mit der Tafelhalle „Elephants on Speed“ auf sich aufmerksam…

Tanz und Musik, Frauen und Männer – alles Live! Das Tanzstück zimmert dank seiner grundverschiedenen Bühnenakteure eine große und komplexe Beziehungskiste. Theatermärchen oder knallharte Realität? Choreograf und Regisseur Sebastian Eilers schickt in seinem neuesten Stück Beziehungen auf den Weg der Antithese bis zur Synthese. Sie verlaufen dennoch nicht vorhersehbar, es sei denn, es werden Klischees bemüht und man spielt mit deren unfreiwilliger Komik. Sind funktionierende, harmonische Situationen Zufälle oder kunstvoll geschmiedete Inszenierungen?
Zusammen mit dem international besetzten Tänzerquartett des SETanztheater Nürnberg steht die Nürnberger Musik-Band The Elephant Circus Orchestra mitten auf der Tanzbühne und spielt sich selbst. Die ungewöhnliche Kombination aus zeitgenössischem Tanz und Country-Folk-Romantik begegnen sich hier kompromisslos. Die Vorzeichen für künstlerische Auseinandersetzungen stehen günstig.
Eine Koproduktion mit der Tafelhalle Nürnberg




WITH GUTS OUT / Choreographie, Performance, Musik: Robert Przybyl

Es gibt einen Wunsch, meine Seele zu entspannen aber
Es gibt eine Tat, die alles sichere Sein zerstört
Beide sind in meinen Gedanken blockiert und zerquetschen mein Gehirn
Ich kann nur noch mich selbst verzehren und in meinem Inneren schreien
- aber leise…….niemand kann es hören




HUMAN ZOO / SchrittArt Company / Choreographie: Guido Markowitz, Tarek Assam / Tanz: Morgane de Toeuf, Ole Driever

Human Zoo erzählt von zwischenmenschlichen Beziehungen, von Ambivalenz und Abhängigkeit, um den psychologischen Aspekt im Miteinander, der uns oft instinktiv, triebhaft, fast tierisch, handeln lässt. Wie viel Tier steckt im Menschen? Wie stark muss an der Tünche der Zivilisation gekratzt werden, bevor „das Tier im Menschen“ zum Vorschein kommt? Morgane de Toeuf und Ole Driever tanzen einen Ausschnitt aus dem abendfüllenden Werk.





 
 
 
 
 
 
 


TiL 2

Freitag,  25.05.2012 20:00 Uhr, Theater im Löbershof

Bohemia Ballet Prag (CZ), Irene K. (B)




ÈERVENEJ ÈUDLIK / RED BUTTON / Bohemia Ballet Prag / Choreografie, Kostüme, Beleuchtung : Štìpán Pechar, Ondøej Vinklát

„Es wäre gut einen Knopf zu haben! Einen roten Knopf! Nur drücken und alles läuft perfekt!“, sagte einmal beim Paartanz Herr Prof. Zdichynec....




HUNGRY. – Try Out / Company Irene K. / Künstlerische Gesamtleitung: Irene Borguet-Kalbusch / Assistenz: Hiroshi Wakamatsu / Dramaturgie: Daniel Rademacher / Szenographie: Werner Bitzigeio / Kostüme: Sabine Kreiter / Tanz und Materialentwicklung: Marie-Laure Fiaux, Mélodie Lasselin, Svende Obrocki,
Masami Sakurai, Hiroshi Wakamatsu

PE-Folie und Eisendraht sind in der Regel nicht die Stoffe, aus denen sich das Leben spinnt. Trotzdem liefern Werner Bitzigeios Installationen »Erd-Raum I-III« und »Cocons« den Impuls für eine Choreographie, die sich in besonderer Weise in das Material verstrickt. Oder geht sie aus diesem hervor? Irene K. folgt in ihrem neuen Stück HUNGRY gleichzeitig einem Lebensgefühl der Unabgeschlossenheit, des Wollens und Begehrens, sowie einem zutiefst menschlichen Verlangen nach Einkehr, Kohärenz und Gemeinschaft.
HUNGRY wurde unter der Form eines Triptychons kreiert, dessen Mitteilteil aus der Kurzchoreografie „Cocons“ besteht.
An diesem Abend werden Teil II und III dargeboten

 
 
 
 
 
 
 


TiL 3

Freitag,  25.05.2012 22:00 Uhr, Theater im Löbershof

Jason Jacobs (USA), Breathing Art Company (I), Brachland-Ensemble (D), La Verita dance Company (GR), Robert Przybyl (Pl/D)




TALLER THAN THE TAL, SMALLER THAN THE SMALL / Jason Jacobs / Choreographie: Jason Jacobs / Musik: Bob Dylan / Tanz: Jason Jacobs

Der Choreograph Jason Jacobs erfindet die Figur eines fiktiven Sohns von Bob Dylan, dessen Persönlichkeit er in seinem neuen Stück zu Wort, zu Tanz und zu Musik kommen lässt. Zwischen fiktiven und wahren Geschichten seines eigenen und Bob Dylans Leben wechselnd, spielt er mit der Idee von Wahrheit, Unwahrheit, Behauptung und Manipulation von Aufmerksamkeit.




…3SISTERS3… / Breathing Art Company / Choreographie: Simona De Tullio / Tanz: Josephine De Sario, Katia Rossi, Ilaria Lacriola

3sisters3 widmet sich als Performance einer bestimmten Richtungslosigkeit und einer entsprechenden Auflösung, sei es von Beziehungen, Träumen oder sozialen Ordnungen. Durch die Intimität des Raums wird auch auf der Gefühlsebene eine starke Nähe zu den Figuren auf der Bühne hergestellt.

Die Performance erzeugt die Illusion, das Leben passieren zu lassen wie es eben passiert, mit schicksalsträchtigen Ereignissen, die nicht auf der zentralen Bühne sondern in einem dunklen Bühneneck des Lebens stattfinden.

“Die Zeit vergeht, und wir werden für immer fortgehen, und wir werden vergessen werden, unsere Gesichter werden vergessen werden, unsere Stimmen, und wie viele wir waren; aber unser Leiden wird sich in Freude verwandeln für die, die nach uns leben werden, Glück und Friedern werden auf Erden herrschen, und sie werden sich freundlich an die erinnern, die vor ihnen gelebt haben und sie segnen.“ (Anton Tschechov: Die drei Schwestern)




SHADES OF GREY / Brachland-Ensemble / Regie: Dominik Breuer / Choreographie: Morgane de Toeuf / Dramaturgie: Eric Rentmeister / Bühne: Dominik Breuer / Performer: Morgane de Toeuf, Karolina Maria Kolodziej, Dominik Breuer, Eric Rentmeister

Für sein aktuelles Projekt „Shades of Grey“ hat das Brachland-Ensemble einen Fragenkatalog zum Thema "Empathie" entwickelt und deutschlandweit über 350 anonyme Interviews mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, Gesinnung und Zugehörigkeit geführt. Dabei wurden u.a. bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport befragt, ebenso wie Bewohner eines Altersheimes, Kindergartengruppen, Schüler und Lehrer verschiedener Schulformen, religiöse Vertreter, politische Randgruppen, Bewohner eines Auffanglagers für afrikanische Flüchtlinge, der einfache Mann von der Straße und die Toilettendame einer Autobahnraststätte. Mit den Antworten fordert das Brachland-Ensemble zum Reaktanz um die Fragen auf: Was ist der nächste Schritte hin zu einer empathischen Zivilisation. Und sind wir wirklich so schlecht wie wir denken?




BEHIND THE BODY / La Verita Dance Company / Choreographie und Idee: La Verita Dance Company / Musik: We.own.the.sky / Produktionsleitung: Karina Rubinstein / Performer: Alex Kyriakoulis, Natasa Frantzi

Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Träume und Gefühle, Dinge, die ihm immerzu folgen. All das zusammen beeinflusst seine Entscheidungen und die Art, sein Leben zu führen.
Wie können wir ohne Verpflichtungen leben und für wie lange sollen wir ihnen nachgehen und nachgeben?
La Verita Dance Company versucht mit dem Projekt „Behind the Body“ herauszufinden, wie sehr wir mit Einschränkungen und Begrenzungen leben können, und ob es irgendein „Licht“ gibt, das unsere Schatten aufhellen uns in eine neue Richtung führen kann.




EGAL?... / Choreographie, Bühne, Kostüm: Robert Przybyl / Musik: Iggy Pop, Lenny Kravitz / Tanz: Tim Gerhards, Robert Przybyl

 
 
 
 
 
 
 


TanzArt Gala

Samstag,  26.05.2012 19:30 Uhr, Stadttheater Gießen, Großes Haus

Nationale und internationale Ensembles zu Gast in Gießen




PHOENIX DANCING OVER ORIENTAL LAND / Shenzhen Song and Dance Ensemble

Die chinesische Tanzcompagnie zeigt Ausschnitte aus ihrem abendfüllenden Programm “Phoenix Dancing over Oriental Land“, in dem sie mit dem Überbegriff „der Zauber Chinas“ unterschiedliche Aspekte der chinesischen Kultur wie Legenden, chinesische Ästhetik, Symbole der chinesischen Kultur, aber auch das moderne und internationale China vereinigen und in ihre Tanzsprache einfließen lassen.
Das 1993 gegründete Tanzensemble gehört zu den führenden Compagnien Chinas und tourt mit seinen Produktionen durch die ganze Welt.




AVEDIS / Staatsballett München / Choreographie: Norbert Graf / Musik: Sarkis Gazaryan / Tanz: Mia Rudic und Maxim Chashchegorov




UN BALLO / Bohemia Ballet Prag / Choreographie und Bühne: Jiøí Kylián

Der Titel des Stücks, das ursprünglich für NDT II kreiert wurde, kann in der traditionellen Bedeutung eines sozialen Events, einem Ball, oder wortwörtlich verstanden werden, allerdings ohne tiefere Bedeutung. Kylián selbst betrachtet es als Übung in Musikalität und Empfindsamkeit zwischen weiblichen und männlichen Partnern, als nichts anderes als Tanz zu Musik.




SCHWANENSEE Elegie / Ballett Dortmund / Choreographie: Xin Peng Wang / Musik: Peter I. Tschaikowsky / Tanz: Monica Fotescu-Uta, Mark Radjapov

THE LAST FUTURE: LITTLE RED ROOSTER / Ballett Dortmund / Choreographie: Xin Peng Wang / Musik: Howlin´ Wolf / Tanz: Barbara Melo Freire, Sergio Carecci





WATCHING THE SKY FROM THE SAME WINDOW / Ballett des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin / Choreographie: Paul Julius / Musik: Michael Gordon / Tänzer: Nao Matsushita, Julio Miranda






L`EFFLEURE / Choreographie: Annabelle Lopez Ochoa / MusiK: Antonio Vivaldi / Tanz: Rubinald Pronk

Uraufführung / Choreographie: Juanjo Arques / Tanz: Rubinald Pronk





TRIPLE FALL / Ballett Bremerhaven / Choreographie: Sergei Vanaev / Musik: Viktor Wlassow, Cesar Franck / Akkordeon: Karin Küstner / Tanz: Maria Bayarri Perez, Elisabeth Towles, Kai Braithwaite,




LES ETOILES (Ausschnitt aus dem Tanzabend RIDICULE) / Ballett Koblenz / Choreografie: Steffen Fuchs / Kostüme: Martin Käser / Musik: Heinrich Ignaz Franz von Biber / Tanz: Irina Golovatskaia, Asuka Inoue, Michael Jeske, Rory Stead, Iskra Stoyanova, Nathaniel Yelton






TRANSPARENTE / Marina Kanno and friends / Choreographie: Ronald Savkovic / Musik: Mariza von Arshak Ghalmyan / Tanz: Marina Kanno, Alexander Shpak

 
 
 
 
 
 
 


DANCY ART

Sonntag,  27.05.2012 11:00 Uhr, Netanya-Saal im Alten Schloss Gießen

Teresa Rinn von der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main (D), Videoinstallation von Ana Baer (MEX/USA) und Tarek Assam (TCG)




SACRE DU PRINTEMPS / Videoinstallation: Tarek Assam und Ana Baer / Choreographie: David Williams und Tarek Assam / Tanz: Tanzcompagnie Gießen

„Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ mal anders: Ballettdirektor Tarek Assam und die mexikanische Videokünstlerin Ana Baer haben für das Werk eine Videoinstallation geschaffen: Eine karge Naturlandschaft mit kahlen Bäumen und düsteren Krähen, Flusswasser, schaurig-schöne Musik. Mittendrin ein Mädchen. Hilflos sieht sie aus. Nach etwas suchend, so als spiegelten die zackigen Bewegungen ihrer Arme ihren inneren Zustand wider. (…)Sieben Filmgeschichten liegen hier übereinander, eine Herausforderung für die Macher der Installation.“
Giessener Allgemeine Zeitung




THÄLER / eine Performance von Teresa Rinn / Choreographische Unterstützung: Cristina Jakob / Sound: Jan Buchczik / Performer: Johanne Schröder, Maylin Habig, Nikolaus Kockel

Entstanden als Diplom-Nebenfach im Bereich Bühnenbild/ Kostümbild an der
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, betreut durch Prof. rosalie und Berit Mohr


Teresa Rinn hat sich in ihrer Arbeit mit Georg Büchners Erzählung „Lenz“ auseinandergesetzt. Bei der Figur des Lenz handelt es sich um einen 17-jährigen, der unter einen paranoiden Schizophrenie und somit extremen Stimmungsschwankungen leidet. In der Erzählung spiegelt sich sein seelischer Zustand in seiner Wahrnehmung und Beschreibung der Natur. Ort des Geschehens sind die Vogesen, ein Gebirge, dessen Steinlandschaft die Künstlerin zur Formgebung ihrer „Landschaft“ aus wattierten Kleidungsstücken inspiriert hat.
Die seelischen Zustände schwanken zwischen Ruhe, die zugleich Entspannung wie auch Versteinerung sein kann und Bewegung, die sich sowohl als dynamische Beschwingtheit als auch als Zustand ohne Kontrolle oder Flucht auftreten kann.

Die Dynamik im Wechsel dieser Zustände, von Trägheit zu Bewegtheit, von Anspannung zu Entlastung wird von hypersensiblen, oft unsichtbaren Momenten herbeigeführt. Dieses Spannungsverhältnis wird von drei Performern ausgemacht, die einander nicht sehen, aber dennoch verbunden sind. Denken, Fühlen und Handeln in Einklang zu bringen führt manchen falls (nicht nur bei Schizophrenen) zu einer Trägheit, aus der sich zu erheben nicht gelingt.

„(...) er stand, keuchend, den Leib vorwärts gebogen, Augen und Mund weit offen, er meinte er müsse den Sturm in sich ziehen, alles in sich fassen, er dehnte sich aus und lag über der Erde, er wühlte sich in das All hinein, es war eine Lust, die ihm wehe tat; oder er stand still und legte das Haupt ins Moos und schloß die Augen halb, und dann zog es weit von ihm, die Erde wich unter ihm, sie wurde klein wie ein wandelnder Stern und tauchte in einen brausenden Strom, der seine klare Flut unter ihm zog.“
Georg Büchner: „Lenz“

 
 
 
 
 
 
 


TiL 4

Sonntag,  27.05.2012 20:00 Uhr, Theater im Löbershof

Ballettensemble des Pfalztheaters Kaiserslautern (D), Ballett Eisenach (D), Miranda Glikson (AUS), Hagit Yakira Company (GB)




LIEBESSTÜRME / Ballettensemble des Pfalztheaters Kaiserslautern / Choreographie: Stefano Giannetti / Musik: Peter I. Tschaikowsky / Tanz: Eleonora Fabrizi und Chris Kobusch

Aus dem Ballettabend „Liebesstürme“, der unter dem Motto „Tanz pur trifft auf Symphonie pur“ steht, zeigt Stefano Giannetti das „Andante cantabile“ aus der Symphonie Nr. 5 in e-Moll von Peter I. Tschaikowsky.




SHAVE / Ballett Eisenach / Choreographie: Sven Gettkant / Musik: Nino Rota, David Lang, Richard Wagner / Tanz: Margie Coenen-Oosten, Lea Hladka, Sofia Romano, Ramona Savu-Seeck




AN SICH(T) / Choreographie, Tanz und Bühne: Miranda Glikson

Perspektive (von lateinisch perspicere = hindurchsehen, hindurchblicken) fasst die Möglichkeiten zusammen, dreidimensionale Objekte auf einer zweidimensionalen Fläche so abzubilden, dass dennoch ein räumlicher Eindruck entsteht. (www.wikipedia.de)

Perspektive bezeichnet nicht nur den Blickwinkel, sondern auch den Standpunkt.




SUNDAY MORNING / Hagit Yakira Company / Choreographie: Hagit Yakira / Dramaturgie: Yarit Dor / Bühnenbild und Lichtdesign: Rachel E. Stanners / Kostüm: Cornelis Joubert, Berit Laageide / Musik: Tom James Scott / Tanz: Takeshi Matsumoto, Orley Quick, Cornelis Joubert, Hagit Yakira

Hagit Yakira, die im Winter mit der Tanzcompagnie Gießen und Tarek Assam das Stück „Anna Blue“ erarbeitet hat, kommt nun wieder nach Gießen, um „Sunday Morning“ zu zeigen. Im letzten Jahr war bei TanzArt 2011 das Stück noch als unfertiger Work in progress zu sehen. Nach kontinuierlicher Weiterarbeit daran in London und Gastspielen in Großbritannien, Israel und Europa zeigt die Choreografin dieses Jahr nun die endgültige Fassung des Stücks.

Inspiriert von den unterschiedlichen Wurzeln ihrer Vorfahren hat Hagit Yakira „Sunday Morning“ zum Ort der Kindheitserinnerungen, von Familie, Heimat und Geborgenheit aber auch Furcht vor Verlust gemacht. In dem sie diese Erinnerungen (und Gefühle) hervorruft, will sie einerseits das Auftreten von individueller Identität und andererseits auch gleichzeitig das Fortdauern von Sehnsucht nach Zugehörigkeit erforschen.

Unterstützt von Arts Council England, Laban, London, The Place, London und Dancebase, Edinburgh Scotland.

 
 
 
 
 
 
 


TiL 5

Sonntag,  27.05.2012 22:00 Uhr, Theater im Löbershof

Jeroen Van Acker (TCG), Robina Steyer (TCG), Ekaterine Giorgadze (TCG), Keith Chin und Mamiko Sakurai (TCG), Henrik Kaalund (DK)




DUE T(W)O... / Choreographie: Jeroen Van Acker / Musik: Pan Sonic, Cecilia Bartoli / Tanz: Jeroen Van Acker und Hsiau-Ting Liao

Das Stück ist eine Untersuchung darüber, wie verschiedene sinnlich wahrnehmbare Elemente oder Ereignisse wie Licht, Musik, Berührung, etc. sich auf Körper und Geist auswirken.




DAS ANDERE GESCHLECHT / Choreographie: Robina Steyer / Musik: Giacomo Puccini / Tanz: Mamiko Sakurai, Sven Krautwurst

In Robina Steyers Stück geht es um die Rolle der Frau im Hinblick auf Religion und die damit verbundene Repression in der Gesellschaft.




DAS GRUNDGEFÜHL / Idee und Choreografie: Ekaterine Giorgadze / Tanz: Hsiao-Ting Liao, Edina Nagy, Ekaterine Giorgadze

"Emotionen sind kein Luxus, sondern ein komplexes Hilfsmittel im Daseinskampf" Antonio R. Damasio

Grundgefühle wie Freude, Liebe, Angst und Hass sind wesentliche Bestandteile jeder menschlichen Existenz. Unser Leben lang sind wir damit beschäftigt uns mit diesen Gefühlen auseinander zu setzen. Und obwohl wir meinen, unseren Umgang in bestimmten Situationen zu kennen, agieren und reagieren wir immer wieder in den gleichen emotionalen Strukturen. Innerhalb dieser Strukturen versucht jeder Mensch, sein Glück zu finden. Ekaterine Giorgadze hat sich in ihrer Arbeit mit dieser verzweifelten manchmal auch komischen Suche nach Glückseligkeit auseinandergesetzt und nähert sich mit Humor dem schier ausweglos erscheinenden Unterfangen, sich mit Gefühlen aus den Gefühlsverstrickungen in ein befreites Glück zu retten.




STRANGER! / Choreographie: Keith Chin und Mamiko Sakurai / Music: Herb Alpert and the Tijuana Brass & More / Tanz: Mamiko Sakurai, Keith Chin

Before first impressions…..




INSENSATEZ / Choreographie: Henrik Kaalund / Musik: Antonio Carlos Jobim, Ryoji Ikeda, Steve Roach, J. S. Bach, u.a. / Tanz: Katharina Wunderlich, Henrik Kaalund

Am Anfang so munter, wie immer. Ein langer Weg liegt vor uns, es wird noch viel passieren; wie unerwartet und doch bekannt dieses Faktum ist! - Sag mal, hast du keinen Respekt? Hör doch auf mich. Immer wieder dasselbe, immer wieder dasselbe nach dieser ganze Zeit. Und doch sind wir auf einmal angekommen. Ich fasse es nicht.

Insensatez entstand als Teil der Abend Ground Breaking in Commedia Futura, Hannover und wurde gefördert durch Niedersächsische Lottostiftung, Kulturregion Hannover und Landeshauptstadt Hannover Kulturbüro.
 
 
 
 
 
 
 


Dirty Cleaning

Montag,  28.05.2012 11:00 Uhr, FAWA Waschanlage

Tanzstück von Henrik Kaalund (DK) mit der Tanzcompagnie Gießen



Macbeth

Montag,  28.05.2012 19:30 Uhr, Stadttheater Gießen, Großes Haus

Tanzstück von Tarek Assam und David Williams




MACBETH / Choreographie: Tarek Assam und David Williams / Bühnenbild: Fred Pommerehn / Kostüm: Gabriele Kortmann / Musik: "lines&rhythm" / Tanz: Mamiko Sakurai, Edina Nagy, Hsiao-Ting Liao, Magdalena Stoyanova, Ekaterine Giorgadze, Robina Steyer, Clémentine Herveux, Keith Chin, Christopher Basile, Sven Krautwurst, Alfonso Hierro-Delgado, Jeroen Van Acker

Der Zuschauer kann das Stück einfach genießen: dank seiner mitreißenden, selbst komponierten und live gespielten Musik der Jazz-Formation lines & rhythm, des ansprechenden Bühnenbilds von Fred Pommerehn und der peppigen Kostüme von Gabriele Kortmann (beide aus Berlin). Und natürlich dank der bestens aufgestellten Tanzcompagnie. Man kann das Stück mit genauer Kenntnis der Vorlage auch bis ins Detail analysieren und interpretieren, was Spaß macht und auch Freunde des Schauspiels reizen könnte, sich einmal ein Tanzstück anzusehen.



 
 
 
 
 
 
 


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